Willy Jeltsch

Maler des Bucheggbergs

11. April — 10. Mai 2026

 

Ein Lehrer, der seine Bilder für sich behielt

Willy Jeltsch verbrachte sein Leben im sanften Rhythmus der Solothurner Provinz, einer Landschaft geprägt von den Jurahöhen, die den Ausblick in den Himmel und die Weite öffnen und der Aare, welche die weich gewellte Moränenlandschaft still durchzieht und oft einen Schleier von Nebel, aber auch eine gewisse Milde mit sich führt. An der Kantonsschule in Solothurn, eine der grössten Mittelschulen der Schweiz, unterrichtete Jeltsch Generationen von Gymnasiastinnen und Gymnasiasten im Fach Kunst und verfolgte dabei still und beharrlich seinen eigenen malerischen Weg. Seine Malerei suchte nie das Rampenlicht, und doch entfaltete sie sich mit einer ruhigen Integrität, die viel über eine bestimmte Strömung der schweizerischen Nachkriegsmoderne verrät – verwurzelt in der Tradition, aufmerksam gegenüber der Natur und zutiefst dem Handwerk der Malerei verpflichtet.

 

Text von Tobia Bezzola (Kurator der Ausstellung)