Vernissage | Freitag | 16. Oktober 2026 | 19 Uhr
Einführung durch Anna Bürkli und Martin Rohde
Die Arbeiten von Ingrid Gaier und Manu Wurch kreisen um die Frage nach einer spezifischen eigenen Künstlerinnensprache in der Welt. Wo und wie äussern sich Frauen künstlerisch? So greift Ingrid Gaier historische Themen auf und bringt sie mit der Gegenwart in Verbindung – sie bearbeitet die Frage der weissen Sklaverei anhand des Schicksals der Isländerin Þorbjörg Eyjólfsdóttir. Manu Wurch beginnt ihre künstlerische Arbeit mit der Frage «Wie kommt der Farbstoff auf den Farbträger», hinterfragt klassische Malereitechniken und findet so ihre eigene Bildsprache.
Für diese gemeinsame Ausstellung treffen die beiden Frauen sich an einer textilen Schnittmenge und entwickeln daraus ein bildnerisches Universum, welches von den atmosphärischen Räumen des Künstlerhauses gerahmt wird. Die Schnittstelle zwischen Alltagskunst, die vorwiegend Frauen zugewiesen wurde, und der Hochkultur die männlich konnotiert war und ist, ist für die beiden Künstlerinnen von essentieller Bedeutung. Kunst von Frauen wird als subversiver Akt begriffen, der sich sowohl im Alltag als auch im Museum verortet. Die weibliche Stimme als eigenständige Themensetzung wird als Kraft begriffen, um aktiv an der Gestaltung der Welt mitzuwirken.
An den Sonntagen Tea-Time und Gespräch mit den Künstlerinnen.
18.10. mit Ingrid Gaier und Manu Wurch, 25.10., 1.11., 8.11. mit Manu Wurch.